Photoperiodische Sorte
Eine photoperiodische SorteEine Sorte (engl. Strain) bezeichnet im Cannabisanbau eine spezifische Zuchtlinie, die durch Kreuzung und Selektion stabile, vererbbare Eigenschaften wie Aroma, Wirkung, Wuchsform und Blütezeit aufweist. Mehr dazu im Grow-Wiki ist eine Cannabispflanze, deren Lebenszyklus, insbesondere der Beginn der BlütephaseDie Blütephase ist der Lebensabschnitt der Cannabispflanze, in dem sie ihre Blüten (Buds) entwickelt. Sie wird durch eine Verkürzung der täglichen Lichtstunden eingeleitet und ist entscheidend für den späteren Ertrag und die Potenz der Ernte. Mehr dazu im Grow-Wiki, direkt von der Länge der täglichen Licht- und Dunkelperioden gesteuert wird. Dieser Typ repräsentiert die ursprüngliche, natürliche Form von CannabisCannabis ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Sie wird seit Jahrtausenden als Faser-, Heil- und Rauschmittelpflanze genutzt. Die Hauptarten sind Sativa, Indica und Ruderalis. Mehr dazu im Grow-Wiki, die sich an den Wechsel der Jahreszeiten angepasst hat. Im Gegensatz zu Autoflower-Sorten beginnen photoperiodische Sorten nicht nach einer festgelegten Zeit zu blühen, sondern erst, wenn die Tage kürzer werden.
Inhaltsverzeichnis
Der Lichtzyklus als Auslöser der Blüte
Das Prinzip hinter photoperiodischen Sorten wird als PhotoperiodismusPhotoperiodismus ist die Reaktion von Pflanzen auf die Länge von Hell- und Dunkelphasen. Bei photoperiodischen Cannabissorten ist eine lange, ununterbrochene Dunkelphase (mind. 12 Stunden) der entscheidende Auslöser für die Einleitung der Blüte. Mehr dazu im Grow-Wiki bezeichnet. Die Pflanzen besitzen spezielle Photorezeptoren, die die Dauer der ununterbrochenen Dunkelheit messen.
- Wachstumsphase (vegetative PhaseDie Wachstumsphase (vegetative Phase) ist der Lebensabschnitt der Cannabispflanze nach der Keimung, in dem sie hauptsächlich Stängel, Blätter und Wurzeln entwickelt, um eine robuste Struktur für die spätere Blütephase aufzubauen. Mehr dazu im Grow-Wiki): Solange die Pflanze langen Tagen mit mehr als 14-16 Stunden Licht und entsprechend kurzen Nächten ausgesetzt ist, verbleibt sie in der vegetativen Phase. Dies simuliert die Bedingungen im Frühling und Frühsommer. In dieser Zeit konzentriert die Pflanze ihre gesamte Energie auf das Wachstum von WurzelnWurzeln sind das unterirdische Organ der Cannabispflanze. Sie verankern die Pflanze im Boden, nehmen Wasser sowie Nährstoffe auf und speichern Energie. Ein gesundes Wurzelsystem ist die Grundlage für kräftiges Wachstum und eine reiche Ernte. Mehr dazu im Grow-Wiki, Stängeln und Blättern, um eine kräftige Struktur aufzubauen.
- Blütephase: Der entscheidende Auslöser für die Blüte ist eine Verlängerung der ununterbrochenen DunkelphaseDie Dunkelphase bezeichnet eine Technik, bei der Cannabispflanzen unmittelbar vor der Ernte für 24 bis 72 Stunden in völliger Dunkelheit belassen werden. Ziel ist es, durch leichten Stress die Harz- und Terpenproduktion zu steigern. Mehr dazu im Grow-Wiki auf etwa 12 Stunden pro Tag. Dies signalisiert der Pflanze, dass der Herbst naht und es Zeit ist, sich fortzupflanzen. Sie stellt ihr Wachstum um und beginnt mit der Produktion von BlütenEin Bud ist die Blüte der weiblichen Cannabispflanze, in der Cannabinoide und Terpene produziert werden. Er besteht aus einer Ansammlung von Blütenkelchen (Calyxen), Stempeln (Pistillen) und Trichomen. Mehr dazu im Grow-Wiki (Buds). Beim Indoor-AnbauBeim Indoor-Anbau (auch Indoor-Grow) wird Cannabis in einem geschlossenen, künstlich kontrollierten Umfeld gezüchtet. Dies ermöglicht die Steuerung von Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit, ist aber mit höheren Kosten und Aufwand verbunden. Mehr dazu im Grow-Wiki wird dieser Wechsel künstlich durch die Umstellung der Zeitschaltuhr von 18/6 auf 12/12 Stunden Licht/Dunkelheit herbeigeführt. Outdoor geschieht dies automatisch, wenn die Tage nach der Sommersonnenwende kürzer werden.
Schon kurze Lichtstörungen während der Dunkelphase (z.B. durch eine Straßenlaterne) können diesen Prozess stören und die Pflanze stressen, was zu verringertem Ertrag oder sogar zur Zwitterbildung führen kann.
Vorteile und Nachteile im Überblick
Die Abhängigkeit vom LichtzyklusDer Lichtzyklus bezeichnet das Verhältnis von Licht- zu Dunkelstunden innerhalb von 24 Stunden. Er ist der entscheidende Auslöser, der photoperiodischen Cannabispflanzen signalisiert, ob sie wachsen (lange Tage) oder blühen (kurze Tage) sollen. Mehr dazu im Grow-Wiki bringt spezifische Vor- und Nachteile mit sich, die je nach Anbaumethode und Ziel des Gärtners abgewogen werden müssen.
Vorteile
- Kontrolle über die Größe: Der Gärtner kann die vegetative Phase beliebig verlängern, um die Pflanze zur gewünschten Größe heranwachsen zu lassen, bevor die Blüte eingeleitet wird.
- Höheres Ertragspotenzial: Durch die längere und steuerbare Wachstumsphase können photoperiodische Sorten oft zu massiven Pflanzen heranwachsen, die einen deutlich höheren Ertrag als AutoflowersAutoflower, oder selbstblühendes Cannabis, ist eine Cannabis-Art, die nicht auf eine Veränderung des Lichtzyklus angewiesen ist, um in die Blütephase zu wechseln. Sie beginnt nach einer genetisch festgelegten Zeitspanne von selbst zu blühen. Mehr dazu im Grow-Wiki liefern.
- Möglichkeit der Klonerstellung: Von einer photoperiodischen MutterpflanzeEine Mutterpflanze ist eine Cannabispflanze, die dauerhaft in der vegetativen Phase gehalten wird, um von ihr genetisch identische Stecklinge (Klone) zu schneiden. Sie dient der Konservierung und Vervielfältigung einer besonders erwünschten Genetik. Mehr dazu im Grow-Wiki, die dauerhaft unter 18 oder mehr Stunden Licht gehalten wird, können unendlich viele genetisch identische Stecklinge (KloneEin Steckling, auch Klon genannt, ist ein abgeschnittener Teil einer Cannabispflanze (der Mutterpflanze), der zur Bewurzelung gebracht wird, um eine neue, genetisch identische Pflanze zu erzeugen. Diese Methode der vegetativen Vermehrung garantiert die gleichen Eigenschaften wie die der Mutterpflanze. Mehr dazu im Grow-Wiki) geschnitten werden.
Nachteile
- Abhängigkeit von den Jahreszeiten (Outdoor): Beim Anbau im Freien ist man an den natürlichen Lichtzyklus gebunden. Die Blüte beginnt erst im Spätsommer, was in Regionen mit kurzen Sommern und feuchten Herbsten zu Problemen mit SchimmelSchimmel ist ein Sammelbegriff für Pilze, die Cannabis-Pflanzen befallen können, insbesondere die dichten Blüten. Die häufigsten Arten sind Grauschimmel (Botrytis) und Echter Mehltau. Ein Befall stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar und macht die Ernte unbrauchbar. Mehr dazu im Grow-Wiki führen kann.
- Empfindlichkeit gegenüber Lichtverschmutzung: Outdoor-Pflanzen können in ihrer Blüte gestört werden, wenn sie nachts künstlichem Licht ausgesetzt sind.
