Lichtzyklus
Der Lichtzyklus, auch als Photoperiode bezeichnet, beschreibt das tägliche Verhältnis von Lichtstunden zu Dunkelstunden, dem eine Pflanze ausgesetzt ist. Für photoperiodische Cannabissorten ist der Lichtzyklus der entscheidende Umweltfaktor, der wie ein biologischer Schalter fungiert und der Pflanze signalisiert, in welcher Lebensphase sie sich befindet: in der vegetativen Wachstumsphase oder in der BlütephaseDie Blütephase ist der Lebensabschnitt der Cannabispflanze, in dem sie ihre Blüten (Buds) entwickelt. Sie wird durch eine Verkürzung der täglichen Lichtstunden eingeleitet und ist entscheidend für den späteren Ertrag und die Potenz der Ernte. Mehr dazu im Grow-Wiki. Beim Outdoor-Anbau wird dieser Zyklus von der Natur vorgegeben, während er beim Indoor-AnbauBeim Indoor-Anbau (auch Indoor-Grow) wird Cannabis in einem geschlossenen, künstlich kontrollierten Umfeld gezüchtet. Dies ermöglicht die Steuerung von Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit, ist aber mit höheren Kosten und Aufwand verbunden. Mehr dazu im Grow-Wiki künstlich gesteuert wird.
Inhaltsverzeichnis
- Der natürliche Lichtzyklus im Outdoor-Anbau
- Die Steuerung des Lichtzyklus im Indoor-Anbau
- Die Ausnahme: Autoflower-Cannabis
- Siehe auch
Der natürliche Lichtzyklus im Outdoor-Anbau
Im Freien richtet sich die Cannabispflanze nach dem Rhythmus der Jahreszeiten.
- Wachstumsphase im Frühling und Sommer: Nach der KeimungDie Keimung ist der biologische Prozess, bei dem ein Pflanzensamen aus seiner Ruhephase erwacht und zu wachsen beginnt. Aus dem Samen entwickeln sich die Keimwurzel und der Keimling. Mehr dazu im Grow-Wiki im Frühling werden die Tage kontinuierlich länger. Die lange Lichteinwirkung (oft über 14 Stunden pro Tag) signalisiert der Pflanze, ihre gesamte Energie in das vegetative Wachstum zu investieren. Sie bildet verstärkt Blätter, Äste und WurzelnWurzeln sind das unterirdische Organ der Cannabispflanze. Sie verankern die Pflanze im Boden, nehmen Wasser sowie Nährstoffe auf und speichern Energie. Ein gesundes Wurzelsystem ist die Grundlage für kräftiges Wachstum und eine reiche Ernte. Mehr dazu im Grow-Wiki aus, um so groß und stark wie möglich zu werden.
- Blütephase im Spätsommer und Herbst: Ab der Sommersonnenwende Ende Juni werden die Tage wieder kürzer. Sobald die tägliche Lichtdauer einen kritischen Wert von etwa 12 bis 14 Stunden unterschreitet, interpretiert die Pflanze dies als Zeichen für den nahenden Winter. Sie stellt ihr Wachstum ein und leitet die Blütephase ein, um ihre Fortpflanzung durch die Produktion von BlütenEin Bud ist die Blüte der weiblichen Cannabispflanze, in der Cannabinoide und Terpene produziert werden. Er besteht aus einer Ansammlung von Blütenkelchen (Calyxen), Stempeln (Pistillen) und Trichomen. Mehr dazu im Grow-Wiki und Samen zu sichern.
Die Steuerung des Lichtzyklus im Indoor-Anbau
Indoor-Gärtner haben die volle Kontrolle über den Lichtzyklus und können ihn nutzen, um die Lebensphasen der Pflanze exakt zu steuern.
- 18/6 für die Wachstumsphase: Der gängigste Lichtzyklus für die vegetative PhaseDie Wachstumsphase (vegetative Phase) ist der Lebensabschnitt der Cannabispflanze nach der Keimung, in dem sie hauptsächlich Stängel, Blätter und Wurzeln entwickelt, um eine robuste Struktur für die spätere Blütephase aufzubauen. Mehr dazu im Grow-Wiki ist 18 Stunden Licht gefolgt von 6 Stunden Dunkelheit. Dieses Verhältnis simuliert einen langen Sommertag und fördert ein maximales vegetatives Wachstum.
- 12/12 zur Einleitung der Blüte: Um eine photoperiodische PflanzeEine photoperiodische Sorte ist eine Cannabispflanze, deren Übergang von der Wachstums- zur Blütephase von der Dauer der täglichen Dunkelperiode abhängt. Sie benötigt verkürzte Tage (typischerweise 12 Stunden Dunkelheit), um mit der Blütenbildung zu beginnen. Mehr dazu im Grow-Wiki in die Blüte zu schicken, wird der Lichtzyklus abrupt auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit umgestellt. Die lange, ununterbrochene DunkelphaseDie Dunkelphase bezeichnet eine Technik, bei der Cannabispflanzen unmittelbar vor der Ernte für 24 bis 72 Stunden in völliger Dunkelheit belassen werden. Ziel ist es, durch leichten Stress die Harz- und Terpenproduktion zu steigern. Mehr dazu im Grow-Wiki ist hier der entscheidende Auslöser. Schon kurze Störungen der Dunkelheit (z.B. durch Lichteinfall) können die Pflanze stressen und zu Problemen wie Zwittrigkeit führen.
Die Ausnahme: Autoflower-Cannabis
Sogenannte selbstblühende oder Autoflower-Sorten stellen eine wichtige Ausnahme dar. Ihre GenetikDie Genetik ist der genetische Bauplan einer Cannabispflanze. Sie legt alle potenziellen Eigenschaften wie Wuchshöhe, Blütezeit, Cannabinoid-Profil, Terpene und Schädlingsresistenz fest und ist die wichtigste Entscheidung für jeden Gärtner. Mehr dazu im Grow-Wiki enthält Anteile von CannabisCannabis ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Sie wird seit Jahrtausenden als Faser-, Heil- und Rauschmittelpflanze genutzt. Die Hauptarten sind Sativa, Indica und Ruderalis. Mehr dazu im Grow-Wiki RuderalisCannabis Ruderalis ist eine wildwachsende Unterart von Cannabis, die sich durch ihre Robustheit und ihre Fähigkeit auszeichnet, unabhängig vom Lichtzyklus (selbstblühend) in die Blüte zu gehen. Sie ist die genetische Basis für moderne Autoflower-Sorten. Mehr dazu im Grow-Wiki, einer Unterart, die in Regionen mit extrem kurzen Sommern heimisch ist. Diese Pflanzen sind nicht vom Lichtzyklus abhängig, um mit der Blüte zu beginnen. Stattdessen blühen sie automatisch nach Erreichen eines bestimmten Alters, meist nach 3-4 Wochen vegetativem Wachstum.
Aus diesem Grund können Autoflower-Pflanzen während ihres gesamten Lebenszyklus mit einem Lichtzyklus von 18/6 oder sogar 20/4 angebaut werden, was besonders im Outdoor-Anbau in kühleren Klimazonen mit kurzen Sommern von Vorteil ist.
