Photoperiodismus

Photoperiodismus ist die physiologische Reaktion von Organismen, insbesondere von Pflanzen, auf die jahreszeitlichen Veränderungen der Tageslänge bzw. der Dauer der Dunkelphase. Dieses Phänomen steuert bei vielen Pflanzen wichtige Entwicklungsprozesse wie das Wachstum, die Keimung und vor allem die Blütenbildung.

Bedeutung für den Cannabisanbau

Cannabis ist eine Kurztagspflanze. Das bedeutet, dass die Einleitung der Blütephase nicht von der Größe oder dem Alter der Pflanze abhängt, sondern vom Photoperiodismus. Konkret ist die Länge der ununterbrochenen Dunkelheit der entscheidende Auslöser. Sobald eine photoperiodische Cannabispflanze täglich 12 oder mehr Stunden ununterbrochener Dunkelheit ausgesetzt ist, schaltet sie von der vegetativen Wachstumsphase in die generative Blütephase um.

Im Outdoor-Anbau geschieht dies ganz natürlich, wenn die Tage nach der Sommersonnenwende im Spätsommer kürzer werden. Lichtverschmutzung in der Nacht, beispielsweise durch eine Straßenlaterne, kann diesen Prozess stören und die Blüte verzögern oder verhindern. Im Gegensatz dazu stehen die sogenannten Autoflower-Sorten, die nicht photoperiodisch sind und ihre Blüte automatisch nach einer genetisch festgelegten Zeit einleiten, unabhängig von der Tageslänge.

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