Grow-Planner.
Plane deinen Outdoor-Grow mit Klimadaten für deinen Standort. Tageslänge, Frost & Erntefenster – für Autoflowers und Photoperiodische.
Du willst dieses Jahr draußen anbauen, aber du bist dir nicht sicher, wann du starten sollst und ob deine Ernte vor dem ersten Frost fertig wird? Genau dafür ist der Grow-Planner da.
Gib deinen Standort ein und das Tool zeigt dir die echten Klimadaten deiner Region: Tageslänge, durchschnittliche Sonnenscheinstunden, die biologische Nachtdauer und – besonders wichtig – die Frostwahrscheinlichkeit an jedem Tag des Jahres. Auf Basis dieser Daten kannst du deinen Grow von der Keimung bis zur Ernte durchplanen und sofort sehen, ob dein Zeitplan aufgeht.
Die Klimadaten stammen aus 20-Jahres-Durchschnittswerten der nächstgelegenen Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes. Aktuell sind alle Stationen in Deutschland verfügbar – Österreich und die Schweiz folgen.
So funktioniert der Grow-Planner
Der Grow-Planner führt dich in drei Schritten zum fertigen Plan:
- Standort wählen: Gib deine Stadt oder Postleitzahl ein. Das Tool findet automatisch die nächste Wetterstation und lädt deren Klimadaten. Alternativ kannst du über „Mein Standort“ die Browserortung nutzen.
- Modus und Timing einstellen: Wähle zwischen Photoperiodisch und Autoflower. Bei Autoflowers gibst du die Vegetations- und Blütetage in Tagen an (die Angaben findest du auf der Samenpackung oder beim Seedshop). Bei Photoperiodischen berechnet der Planner den voraussichtlichen Blütebeginn anhand der biologischen Nachtdauer an deinem Standort. Über den Blüte-Trigger-Slider kannst du einstellen, wie früh deine Sorte auf zunehmende Nächte reagiert – Indica-dominante Sorten lösen früher aus, Sativa-dominante später. Wie das genau funktioniert, erklären wir weiter unten.
- Daten anpassen: Verschiebe Keimung und Auswildern, bis der Plan zu deinem Leben passt. Du siehst sofort, ob dein Erntefenster vor dem ersten Frost liegt – und falls nicht, wo du nachjustieren musst. Wenn du zufrieden bist, kannst du deinen Growplan als Bild speichern oder per Link teilen.
Tipp: Das Tool zeigt dir an jedem Eingabefeld ein kleines ⓘ-Symbol. Tipp oder klick darauf, um eine kurze Erklärung zu bekommen – direkt im Kontext, ohne Scrollen.
Was dir das Diagramm zeigt
Das Diagramm zeigt vier Datenschichten auf einer gemeinsamen Zeitachse von März bis November:
Die grüne Linie ist die Tageslänge – also wie viele Stunden zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang liegen. Im Juni sind das in Dresden fast 17 Stunden, im Dezember nur 8. Für photoperiodische Sorten ist die Tageslänge entscheidend, weil sie den Übergang in die Blüte steuert.
Die orangene Linie zeigt die durchschnittlichen Sonnenscheinstunden pro Tag. Das sind nicht die gleichen wie die Tageslänge – bewölkte Tage drücken den Wert nach unten. Mehr Sonnenstunden bedeuten mehr Photosynthese und mehr Ertrag.
Im Photoperiodisch-Modus zeigt eine gestrichelte Linie die biologische Nachtdauer. Das ist die Zeitspanne, die eine Pflanze als „Nacht“ wahrnimmt – etwas kürzer als die astronomische Nacht, weil Dämmerungslicht noch wirkt. Sobald die biologische Nacht den eingestellten Schwellenwert überschreitet, beginnt die Blüte. Eine horizontale Referenzlinie im Diagramm zeigt diesen Schwellenwert, und der Schnittpunkt markiert den voraussichtlichen Blütebeginn.
Die Balken am unteren Rand zeigen die Frostwahrscheinlichkeit in Prozent. Im Mai liegt sie an den meisten Standorten noch bei 5–15% – deshalb warten erfahrene Gärtner die Eisheiligen ab.
Unterhalb der Daten siehst du zwei Phasen-Linien: eine für das optimistische Szenario (kürzeste Phasen) und eine für das konservative (längste Phasen). Die farbigen Abschnitte zeigen Vorzucht, Wachstum, Blüte und Erntefenster. So erkennst du auf einen Blick, welche Bandbreite realistisch ist – deine echte Ernte liegt irgendwo dazwischen.
„Autoflower oder Photoperiodisch?“
Autoflowers blühen unabhängig von der Tageslänge nach einer festgelegten Anzahl von Tagen. Du gibst im Planner einfach die Vegetations- und Blütetage ein (Werte stehen auf der Packung) und siehst sofort dein Erntefenster. Autoflowers sind ideal für Anfänger und kurze Sommer – die Ernte liegt oft schon im Juli oder August.
Photoperiodische Sorten warten mit der Blüte, bis die Nächte lang genug sind. Das passiert in Deutschland je nach Standort und Genetik zwischen Mitte Juli und Mitte August. Die Ernte fällt dann in den September oder Oktober – und genau da liegt das Risiko: Herbstregen und Frost. Im Grow-Planner siehst du auf einen Blick, ob deine Sorte es rechtzeitig schafft. Mit dem Blüte-Trigger-Slider kannst du einstellen, wie empfindlich deine Sorte auf zunehmende Dunkelheit reagiert – und damit direkt beeinflussen, wann der Planner den Blütebeginn ansetzt.
Der Hintergrund: Cannabis misst nicht die Tageslänge, sondern die Nachtlänge. Sobald die Nacht lang genug ist, schaltet die Pflanze auf Blüte um. Welche Nachtlänge dafür nötig ist, hängt von der Herkunft der Genetik ab. Indica-dominante Sorten stammen aus dem Hindukusch und Afghanistan – Regionen mit ausgeprägten Jahreszeiten und vergleichsweise kurzen Sommernächten. Diese Pflanzen haben gelernt, schon bei relativ kurzen Nächten (rund 7–8 Stunden) mit der Blüte zu beginnen. Sativa-dominante Sorten kommen aus tropischen Regionen nahe dem Äquator, wo die Nächte das ganze Jahr über fast gleich lang sind. Sie reagieren träger und brauchen deutlich längere Nächte (9–10 Stunden), bevor sie umschalten.
In Dresden macht das in der Praxis mehrere Wochen Unterschied: 7 Stunden biologische Nacht sind Ende Juli erreicht, 10 Stunden erst Ende September. Der Slider verschiebt also nicht nur eine Zahl – er verschiebt dein gesamtes Erntefenster.
Noch unsicher, welcher Typ zu dir passt? Unser Sorten-Guide hilft dir bei der Entscheidung.
