Cola
Eine Cola bezeichnet im Cannabisanbau den Hauptblütenstand, der sich an der Spitze des Hauptstamms oder an den Enden der Seitenäste einer weiblichen Pflanze bildet. Entgegen der landläufigen Meinung ist eine Cola keine einzelne große Blüte, sondern ein dicht gewachsener Verbund aus vielen kleinen, einzelnen BlütenEin Bud ist die Blüte der weiblichen Cannabispflanze, in der Cannabinoide und Terpene produziert werden. Er besteht aus einer Ansammlung von Blütenkelchen (Calyxen), Stempeln (Pistillen) und Trichomen. Mehr dazu im Grow-Wiki (Calyxen), zuckerhaltigen Blättern und Blütenstempeln. Für Gärtner ist die Entwicklung großer und dichter Colas das primäre Ziel, da sie den Großteil des erntefähigen Materials ausmachen.
Inhaltsverzeichnis
- Anatomie und Entwicklung
- Die Haupt-Cola und die Apikale Dominanz
- Mehr Colas durch Trainingstechniken
- Siehe auch
Anatomie und Entwicklung
Eine Cannabispflanze entwickelt während der BlütephaseDie Blütephase ist der Lebensabschnitt der Cannabispflanze, in dem sie ihre Blüten (Buds) entwickelt. Sie wird durch eine Verkürzung der täglichen Lichtstunden eingeleitet und ist entscheidend für den späteren Ertrag und die Potenz der Ernte. Mehr dazu im Grow-Wiki an vielen Stellen Blüten. Die Bereiche, in denen sich diese Blüten zu dichten Clustern formen, werden als Colas bezeichnet. Die größte und in der Regel am weitesten entwickelte Cola befindet sich an der Spitze des Haupttriebs. Diese wird oft als Haupt-Cola oder „Apical Bud“ bezeichnet. Kleinere, aber ebenfalls bedeutende Colas bilden sich an den Enden der kräftigeren Seitenzweige.
Die Dichte und Größe einer Cola hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die GenetikDie Genetik ist der genetische Bauplan einer Cannabispflanze. Sie legt alle potenziellen Eigenschaften wie Wuchshöhe, Blütezeit, Cannabinoid-Profil, Terpene und Schädlingsresistenz fest und ist die wichtigste Entscheidung für jeden Gärtner. Mehr dazu im Grow-Wiki der SorteEine Sorte (engl. Strain) bezeichnet im Cannabisanbau eine spezifische Zuchtlinie, die durch Kreuzung und Selektion stabile, vererbbare Eigenschaften wie Aroma, Wirkung, Wuchsform und Blütezeit aufweist. Mehr dazu im Grow-Wiki, die Lichtintensität, die Nährstoffversorgung und die allgemeine Gesundheit der Pflanze. Gut beleuchtete Blütenstände wachsen zu dichten und schweren Colas heran, während Bereiche im Schatten oft nur kleine, luftige Blüten („Popcorn-Buds“) ausbilden.
Die Haupt-Cola und die Apikale Dominanz
Unberührte Cannabispflanzen neigen dazu, ihre gesamte Energie in die Entwicklung einer einzigen, massiven Haupt-Cola zu stecken. Dieses natürliche Wachstumsverhalten wird als apikale DominanzApikale Dominanz ist ein natürliches Wachstumsprinzip, bei dem die Hauptspitze (Apex) einer Pflanze das Wachstum der Seitentriebe unterdrückt. Das Brechen dieser Dominanz durch Trainingstechniken ist entscheidend für die Ertragssteigerung. Mehr dazu im Grow-Wiki bezeichnet. Das Hormon AuxinAuxin ist eine Klasse von Pflanzenhormonen, die für zentrale Wachstumsprozesse wie Zellstreckung (Apikale Dominanz) und Wurzelbildung verantwortlich ist. Es ist die wissenschaftliche Grundlage für Trainingstechniken wie Topping und LST. Mehr dazu im Grow-Wiki, das in der obersten Triebspitze produziert wird, fördert das Längenwachstum nach oben und unterdrückt gleichzeitig das Wachstum der darunter liegenden Seitentriebe. Das Ergebnis ist eine typische „Tannenbaum“-Struktur mit einer dominanten Haupt-Cola.
Mehr Colas durch Trainingstechniken
Während eine riesige Haupt-Cola beeindruckend aussehen kann, ist sie nicht immer der effizienteste Weg, den Ertrag zu maximieren. Viele Gärtner durchbrechen gezielt die apikale Dominanz, um die Pflanze anzuregen, ihre Energie auf mehrere Haupttriebe zu verteilen. Dies führt zur Entwicklung von vielen gleichgroßen, statt einer einzigen riesigen Cola.
Methoden wie das „Topping“ (das Abschneiden der obersten Triebspitze) oder das „Low Stress Training (LSTLow-Stress-Training (LST) ist eine Pflanzentrainingstechnik, bei der Triebe sanft heruntergebogen und fixiert werden, um die apikale Dominanz zu brechen. Dies fördert ein buschigeres Wachstum und eine bessere Lichtverteilung, was zu einem höheren Ertrag führt. Mehr dazu im Grow-Wiki)“ (das Herunterbinden des Haupttriebs) zwingen die Pflanze dazu, die unteren Seitentriebe stärker auszubilden. Jeder dieser Triebe kann dann eine eigene, vollwertige Cola entwickeln, was oft zu einem insgesamt höheren Gesamtertrag und einer besseren Lichtausnutzung für alle Blütenstände führt.
