Vorblüte

Die Vorblüte ist eine natürliche Entwicklungsphase einer photoperiodischen Cannabispflanze, in der sie nach Erreichen einer gewissen Reife erste, einzelne Geschlechtsmerkmale ausbildet. Diese kleinen Blütenanlagen erscheinen typischerweise an den Nodien (Stängelverzweigungen) im oberen Bereich der Pflanze, oft schon Wochen vor der eigentlichen, durch kürzere Tage eingeleiteten Blütephase. Für Gärtner ist die Vorblüte ein entscheidender Moment, um das Geschlecht der Pflanzen zu bestimmen.

Funktion der Vorblüte: Geschlechtsbestimmung

Der primäre Nutzen der Vorblüte für den Gärtner ist die frühzeitige Identifizierung von männlichen und weiblichen Pflanzen. Dies ist essenziell, um eine unbeabsichtigte Bestäubung der weiblichen Blüten zu verhindern, was zur Samenproduktion führen und den Ertrag an rauchbaren Blüten (Sinsemilla) drastisch reduzieren würde.

  • Weibliche Vorblüten erkennt man an einem kleinen, tropfenförmigen Kelch (Calyx), aus dem zwei feine, meist weiße Härchen (Stigmen oder Blütenstempel) herausragen.
  • Männliche Vorblüten erscheinen als kleine, runde oder ovale Kügelchen (Pollensäcke), die an einem kurzen Stiel hängen und keine Härchen aufweisen.

Sobald männliche Pflanzen anhand ihrer Vorblüte identifiziert sind, sollten sie umgehend aus dem Anbaubereich entfernt werden, um die weiblichen Pflanzen zu schützen.

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