Keimling

Ein Keimling ist das erste, sehr junge Entwicklungsstadium einer Pflanze, das unmittelbar nach der erfolgreichen Keimung des Samens beginnt. Diese Phase ist durch ein hohes Maß an Empfindlichkeit gegenüber Umweltfaktoren gekennzeichnet und entscheidend für die spätere Gesundheit der Pflanze. Der Keimling besteht anfangs nur aus der Pfahlwurzel, die sich im Boden verankert, einem kurzen Stängel und den beiden ersten, runden Keimblättern.

Merkmale und Pflege des Keimlings

Die Hauptaufgabe des Keimlings ist es, sich zu etablieren. Die in den Keimblättern gespeicherte Energie wird genutzt, um das Wurzelwachstum voranzutreiben und die ersten „echten“ Blätter mit den charakteristischen, gezackten Fingern zu entwickeln. In dieser Phase ist der Keimling extrem anfällig für Probleme wie:

  • Überwässerung: Zu viel Wasser führt schnell zu Wurzelfäule.
  • Lichtstress: Zu intensives Licht kann die zarte Pflanze verbrennen.
  • „Spargeln“: Bei zu wenig Licht wächst der Stängel unnatürlich lang und dünn, was zu Instabilität führt.
  • Schädlinge und Krankheiten: Die junge Pflanze hat kaum Abwehrkräfte.

Die Keimlingsphase endet, sobald die Pflanze die ersten richtigen Blattpaare vollständig ausgebildet hat und ein stabiles Wachstum zeigt. Dann geht sie in die eigentliche Wachstumsphase über.

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