Keimblatt

Keimblätter, botanisch auch Kotyledonen genannt, sind die ersten Blätter, die sich nach der Keimung eines Samens aus dem Embryo entfalten. Sie unterscheiden sich in ihrer Form deutlich von den späteren, charakteristisch gefingerten Laubblättern der Cannabispflanze. Stattdessen sind die Keimblätter klein, rund oder oval und treten bei Cannabis immer paarweise auf, da es sich um eine zweikeimblättrige Pflanze handelt.

Funktion und Lebensdauer

Die primäre Aufgabe der Keimblätter ist es, den Sämling in seiner ersten, verletzlichsten Lebensphase zu versorgen. Sie enthalten die Nährstoffreserven des Samens und betreiben die erste Photosynthese, um die junge Pflanze mit Energie zu versorgen, bis die ersten echten Blätter diese Aufgabe übernehmen können. Sie fungieren sozusagen als Starthilfe oder „Lunchpaket“ für den Keimling.

Sobald der Sämling sein erstes Paar echter Laubblätter entwickelt hat, haben die Keimblätter ihre Funktion erfüllt. Es ist ein vollkommen normaler Prozess, dass sie daraufhin vergilben, austrocknen und schließlich von selbst abfallen. Dies ist kein Anzeichen für einen Nährstoffmangel oder eine Krankheit, sondern zeigt lediglich, dass die Pflanze in die nächste Wachstumsphase übergeht.

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