Cannabigerol
Cannabigerol, kurz CBG, ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, das in der Cannabispflanze vorkommt. Es gilt als eines der wichtigsten CannabinoideCannabinoide sind eine Klasse chemischer Verbindungen, die in der Cannabispflanze vorkommen. Sie interagieren mit dem Endocannabinoid-System des menschlichen Körpers und sind für die psychoaktiven und therapeutischen Eigenschaften der Pflanze verantwortlich. Mehr dazu im Grow-Wiki, da es die biochemische Vorstufe für viele andere, bekanntere Verbindungen wie TetrahydrocannabinolTetrahydrocannabinol, besser bekannt als THC, ist das bekannteste und primär psychoaktive Cannabinoid der Cannabispflanze. Es ist für die berauschende Wirkung verantwortlich und entsteht in den Trichomen der weiblichen Blüten. Mehr dazu im Grow-Wiki (THC) und CannabidiolCannabidiol, besser bekannt als CBD, ist eines der bekanntesten nicht-psychoaktiven Cannabinoide der Cannabispflanze. Im Gegensatz zu THC erzeugt es keinen Rausch und wird für seine potenziellen therapeutischen Eigenschaften geschätzt. Mehr dazu im Grow-Wiki (CBD) darstellt. Aus diesem Grund wird es oft als das „Mutter-Cannabinoid“ oder die „Stammzelle“ der Cannabinoide bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
- Die Rolle als „Mutter-Cannabinoid“
- Eigenschaften und potenzielle Wirkung
- Bedeutung für Gärtner und Züchter
- Siehe auch
Die Rolle als „Mutter-Cannabinoid“
Die herausragende Bedeutung von Cannabigerol liegt in seiner Rolle im Lebenszyklus der Pflanze. In jungen Cannabispflanzen liegt es primär in seiner sauren Form, der Cannabigerolsäure (CBGA), vor. Während die Pflanze reift, produzieren spezifische Enzyme, die sogenannten Synthasen, eine chemische Umwandlung.
Diese Enzyme nutzen CBGA als Baustein, um es in die drei primären Cannabinoid-Linien umzuwandeln:
- Tetrahydrocannabinolsäure (THCA)
- Cannabidiolsäure (CBDA)
- Cannabichromensäure (CBCA)
Erst durch einen Prozess namens Decarboxylierung (meist durch Erhitzen) werden diese sauren Formen in ihre aktiven Gegenstücke THC, CBD und CBC umgewandelt. Da das meiste CBGA im Laufe der BlütephaseDie Blütephase ist der Lebensabschnitt der Cannabispflanze, in dem sie ihre Blüten (Buds) entwickelt. Sie wird durch eine Verkürzung der täglichen Lichtstunden eingeleitet und ist entscheidend für den späteren Ertrag und die Potenz der Ernte. Mehr dazu im Grow-Wiki in diese anderen Verbindungen umgewandelt wird, weisen die meisten reifen Cannabissorten nur sehr geringe Konzentrationen an CBG auf, oft unter 1%.
Eigenschaften und potenzielle Wirkung
Im Gegensatz zu THC hat Cannabigerol keine berauschende oder psychoaktive Wirkung. Das wissenschaftliche Interesse an CBG ist in den letzten Jahren jedoch stark gestiegen, da frühe Forschungen auf eine Reihe potenzieller therapeutischer Eigenschaften hindeuten. Es interagiert mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System, allerdings auf eine andere Weise als THC oder CBD.
Die Forschung befindet sich noch in einem frühen Stadium, aber die vorhandenen Studien untersuchen das Potenzial von CBG in verschiedenen Bereichen.
Bedeutung für Gärtner und Züchter
Für den Anbau bedeutet die Rolle von CBG als Vorstufe, dass der Erntezeitpunkt einen direkten Einfluss auf den Cannabinoid-Gehalt hat. Eine sehr frühe ErnteDie Ernte ist der Prozess des Abschneidens der reifen Cannabisblüten. Der richtige Zeitpunkt, primär bestimmt durch die Trichomfarbe, ist entscheidend für die spätere Potenz, das Aroma und die Wirkung des Endprodukts. Mehr dazu im Grow-Wiki würde theoretisch zu einem höheren CBG-Anteil führen, allerdings auf Kosten des THC- und CBD-Gehalts.
Aufgrund des wachsenden Interesses haben Züchter mittlerweile begonnen, spezielle Cannabissorten zu entwickeln, die genetisch so modifiziert sind, dass sie die Enzyme für die Umwandlung von CBGA blockieren. Das Ergebnis sind Pflanzen, die bei der Ernte einen außergewöhnlich hohen CBG-Gehalt aufweisen, während der THC-Gehalt minimal bleibt. Diese „CBG-Strains“ werden speziell für die Extraktion des reinen Cannabinoids angebaut.
