Raubmilbe

Raubmilben sind winzige Spinnentiere, die als natürliche Fressfeinde gezielt zur biologischen Bekämpfung von Pflanzenschädlingen eingesetzt werden. Im Gegensatz zu schädlichen Milbenarten wie der Gemeinen Spinnmilbe (Tetranychus urticae) richten Raubmilben keinerlei Schaden an der Cannabispflanze an. Stattdessen ernähren sie sich von den Schädlingen, ihren Eiern und Larven und helfen so, einen Befall auf natürliche Weise einzudämmen.

Einsatz in der biologischen Schädlingsbekämpfung

Für den Gärtner stellen Raubmilben eine effektive und umweltschonende Alternative zu chemischen Pestiziden dar. Sie werden als Nützlinge in kleinen Behältern geliefert und direkt auf den befallenen Pflanzen ausgebracht. Dort beginnen sie sofort mit der Jagd.

Die bekannteste Art ist Phytoseiulus persimilis, die sich auf Spinnmilben spezialisiert hat. Andere Arten jagen Thripse, Trauermückenlarven oder Weiße Fliegen. Der Einsatz von Raubmilben ist besonders präventiv oder bei einem beginnenden Befall sinnvoll. Da sie keine schädlichen Rückstände auf den Blüten hinterlassen, sind sie eine sichere Methode, um die Qualität der Ernte zu schützen. Sobald ihre Nahrungsquelle – die Schädlinge – aufgebraucht ist, stirbt auch die Population der Raubmilben ab.

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