Mykorrhiza
Mykorrhiza ist eine symbiotische Gemeinschaft, die zwischen den WurzelnWurzeln sind das unterirdische Organ der Cannabispflanze. Sie verankern die Pflanze im Boden, nehmen Wasser sowie Nährstoffe auf und speichern Energie. Ein gesundes Wurzelsystem ist die Grundlage für kräftiges Wachstum und eine reiche Ernte. Mehr dazu im Grow-Wiki der meisten Pflanzenarten, einschließlich CannabisCannabis ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Sie wird seit Jahrtausenden als Faser-, Heil- und Rauschmittelpflanze genutzt. Die Hauptarten sind Sativa, Indica und Ruderalis. Mehr dazu im Grow-Wiki, und bestimmten nützlichen Bodenpilzen gebildet wird. Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet wörtlich „Pilzwurzel“. Diese natürliche Partnerschaft ist einer der wichtigsten Faktoren für ein gesundes Bodenleben und spielt eine entscheidende Rolle bei der Nährstoff- und Wasserversorgung der Pflanze. Für Gärtner, insbesondere im organischen Anbau, ist die gezielte Förderung von Mykorrhiza ein Schlüssel zu vitaleren Pflanzen und höheren Erträgen.
Inhaltsverzeichnis
- Wie funktioniert die Symbiose?
- Die Vorteile von Mykorrhiza im Cannabisanbau
- Anwendung in der Praxis
- Siehe auch
Wie funktioniert die Symbiose?
Die Partnerschaft zwischen Pflanze und Pilz ist ein klassisches Beispiel für gegenseitigen Nutzen. Die Pilze bilden ein riesiges, unterirdisches Netzwerk aus feinen Fäden, den sogenannten Hyphen, das als Myzel bekannt ist. Dieses Myzel verbindet sich mit den Pflanzenwurzeln und fungiert als massive Erweiterung des Wurzelsystems.
Der Tauschhandel funktioniert wie folgt:
- Die Pflanze versorgt den Pilz: Über die Photosynthese produziert die Pflanze Zucker (Kohlenhydrate), den sie nicht vollständig selbst benötigt. Bis zu 30% dieser Energie gibt sie über die Wurzeln an den Pilz ab, der sich davon ernährt.
- Der Pilz versorgt die Pflanze: Das feine Myzel-Netzwerk kann in Bodenspalten vordringen, die für die dickeren Pflanzenwurzeln unerreichbar sind. Dadurch erschließt der Pilz für die Pflanze ein viel größeres Reservoir an Wasser und Nährstoffen. Besonders effektiv ist er bei der Mobilisierung von Nährstoffen, die für die Pflanze nur schwer verfügbar sind, wie zum Beispiel PhosphorPhosphor (P) ist einer der drei essenziellen Makronährstoffe für Cannabis, neben Stickstoff und Kalium. Er ist fundamental für die Energieübertragung, das Wurzelwachstum und vor allem für die Entwicklung großer, dichter Blüten. Mehr dazu im Grow-Wiki und Zink.
Dieses erweiterte Netzwerk macht die Pflanze widerstandsfähiger und effizienter in der Nutzung der im Boden vorhandenen Ressourcen.
Die Vorteile von Mykorrhiza im Cannabisanbau
Die gezielte Ansiedlung von Mykorrhiza-Pilzen im Wurzelbereich von Cannabispflanzen bringt eine Reihe von entscheidenden Vorteilen mit sich, die direkt zu einer erfolgreicheren ErnteDie Ernte ist der Prozess des Abschneidens der reifen Cannabisblüten. Der richtige Zeitpunkt, primär bestimmt durch die Trichomfarbe, ist entscheidend für die spätere Potenz, das Aroma und die Wirkung des Endprodukts. Mehr dazu im Grow-Wiki beitragen.
- Verbesserte Nährstoffaufnahme: Das riesige Hyphennetzwerk erhöht die Oberfläche zur Nährstoffaufnahme um ein Vielfaches. Dies führt zu einer besseren Versorgung mit Makro- und Mikronährstoffen, was MangelerscheinungenEin Nährstoffmangel liegt vor, wenn einer Pflanze ein für ihr Wachstum essenzielles Element nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Dies führt zu typischen Symptomen wie verfärbten Blättern oder Wachstumsstörungen. Die häufigste Ursache ist nicht fehlender Dünger, sondern ein falscher pH-Wert. Mehr dazu im Grow-Wiki vorbeugt.
- Gesteigerte Trockenresistenz: Durch den besseren Zugang zu Wasserreserven im Boden können Pflanzen mit einer etablierten Mykorrhiza-Symbiose Trockenperioden deutlich besser überstehen.
- Erhöhter Schutz vor Krankheitserregern: Das dichte Pilzgeflecht bildet eine physische Barriere um die Wurzeln und schützt sie so vor dem Eindringen von schädlichen Nematoden oder pathogenen Pilzen.
- Verbesserte Bodenstruktur: Das Myzel hilft, die Bodenpartikel zu aggregieren, was die BelüftungLuftzirkulation beschreibt die Bewegung von Luft um und durch die Cannabispflanze. Sie ist essenziell, um die Stämme zu kräftigen, die Temperatur zu regulieren und das Risiko von Schimmel und Schädlingsbefall zu minimieren. Mehr dazu im Grow-Wiki und Wasserspeicherfähigkeit des Substrats verbessert.
- Stärkeres Wurzelwachstum: Die Symbiose stimuliert die Entwicklung eines kräftigeren und gesünderen Wurzelsystems.
Anwendung in der Praxis
Mykorrhiza ist im Handel meist in Form von Sporen als Pulver oder Granulat erhältlich. Die Anwendung ist unkompliziert und sollte idealerweise so erfolgen, dass die Sporen in direkten Kontakt mit den Wurzeln der Pflanze kommen.
Die effektivste Methode ist, das Pulver direkt in das Pflanzloch zu geben, bevor der SämlingDer Keimling ist das erste Entwicklungsstadium einer Pflanze nach dem Aufbrechen des Samens. Er besteht aus der Keimwurzel, dem Stängel und den ersten beiden Keimblättern und ist besonders empfindlich. Mehr dazu im Grow-Wiki oder die Jungpflanze eingesetzt wird. Auch beim UmtopfenUmtopfen bezeichnet den Prozess, eine Pflanze von einem kleineren in einen größeren Topf zu setzen. Dies gibt den Wurzeln mehr Raum zum Wachsen und verhindert Stress durch Wurzelbindung. Mehr dazu im Grow-Wiki kann das Granulat der neuen ErdeErde, auch Substrat genannt, ist das Medium, in dem Cannabispflanzen wachsen. Sie verankert die Wurzeln und versorgt die Pflanze mit Wasser, Sauerstoff und Nährstoffen. Die Qualität der Erde ist fundamental für die Pflanzengesundheit. Mehr dazu im Grow-Wiki beigemischt werden. Viele hochwertige organische Erdmischungen enthalten bereits Mykorrhiza-Sporen.
Wichtig zu wissen ist, dass hohe Konzentrationen von synthetischen, mineralischen Düngern – insbesondere Phosphordünger – die Entwicklung der Symbiose hemmen können. Die Pflanze ist bei einem Überangebot an leicht verfügbaren Nährstoffen nicht mehr auf die Partnerschaft mit dem Pilz angewiesen und geht diese nicht mehr so bereitwillig ein.
