Begleitpflanzung

Begleitpflanzung, auch bekannt als Mischkultur, ist eine biologische Anbaumethode, bei der verschiedene Pflanzenarten strategisch nebeneinander gesetzt werden, um voneinander zu profitieren. Das Ziel ist es, ein kleines, sich selbst regulierendes Ökosystem zu schaffen, in dem die Pflanzen sich gegenseitig unterstützen. Im Cannabisanbau wird die Begleitpflanzung genutzt, um auf natürliche Weise Schädlinge abzuwehren, nützliche Insekten anzulocken, die Bodengesundheit zu fördern und die angebauten Pflanzen zu tarnen.

Inhaltsverzeichnis

Die Vorteile der Begleitpflanzung im Cannabis-Anbau

Durch die gezielte Auswahl von Nachbarpflanzen lassen sich für den Cannabis-Anbau mehrere positive Effekte erzielen, die insbesondere im biologischen und naturnahen Anbau von großem Wert sind.

Natürliche Schädlingsabwehr

Viele aromatische Kräuter und Blumen verströmen intensive Düfte, die von Schädlingen wie Blattläusen, Spinnmilben oder der Weißen Fliege als unangenehm empfunden werden. Pflanzen wie Lavendel, Pfefferminze oder Basilikum können eine Art Duftbarriere um die Cannabispflanzen bilden und so einen Befall auf natürliche Weise reduzieren. Andere Pflanzen, wie zum Beispiel Ringelblumen, geben Stoffe in den Boden ab, die schädliche Fadenwürmer (Nematoden) im Wurzelbereich abwehren.

Anlocken von Nützlingen

Während Schädlinge abgeschreckt werden, ziehen bestimmte Blütenpflanzen nützliche Insekten an. Dill, Fenchel oder Koriander locken beispielsweise Marienkäfer und Florfliegen an, deren Larven zu den effektivsten natürlichen Fressfeinden von Blattläusen zählen. So entsteht eine biologische Schädlingskontrolle direkt am Standort.

Verbesserung der Bodenqualität

Einige Pflanzen haben die Fähigkeit, die Bodenstruktur und -fruchtbarkeit zu verbessern. Leguminosen wie Klee oder Bohnen gehen eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein und können so Stickstoff aus der Luft im Boden binden. Dieser steht dann auch den benachbarten Cannabispflanzen als wichtiger Nährstoff zur Verfügung. Pflanzen mit tiefen Pfahlwurzeln können zudem verdichteten Boden auflockern und die Durchlüftung verbessern.

Tarnung und Sichtschutz

Für Outdoor-Gärtner ist Diskretion oft ein wichtiger Faktor. Hochwachsende und buschige Begleitpflanzen wie Sonnenblumen, Mais oder diverse Ziergräser können Cannabispflanzen effektiv tarnen und vor neugierigen Blicken schützen. Die Vielfalt an Formen und Farben lässt den Anbauort wie ein gewöhnliches, buntes Blumen- oder Gemüsebeet aussehen.

Beliebte Begleitpflanzen für Cannabis

Die Auswahl der richtigen Partner ist entscheidend für den Erfolg. Hier sind einige bewährte Begleitpflanzen:

  • Basilikum: Sein starker Geruch soll Blattläuse und die Weiße Fliege abwehren.
  • Lavendel: Wehrt Motten und Flöhe ab und sein intensiver Duft hilft, den Cannabisgeruch zu überdecken.
  • Pfefferminze: Ein effektiver Schädlingsschreck, der jedoch aufgrund seines aggressiven Wachstums am besten in einem separaten Topf in der Nähe platziert wird.
  • Ringelblume (Calendula): Eine der besten Allzweck-Begleitpflanzen. Sie hält Bodenschädlinge wie Nematoden fern.
  • Dill & Koriander: Ziehen Nützlinge wie Schwebfliegen und Marienkäfer an.
  • Weißklee: Dient als lebender Mulch, unterdrückt Unkraut und reichert den Boden mit Stickstoff an.

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